Briefe an meine erste Liebe 8

Vom Loslassen: dein Wort in meinem Herzen Die Jahre zogen ins Land und seit diesem letzten, tränennassen Kuss, damals am Muristalden, habe ich dich nur ein einziges Mal wieder gesehen. Zufällig kam ich am Treffpunkt im Bahnhof vorbei, als du mit deinem Bruder dort auf jemanden wartetest. Ihr unterhieltet euch und lachtet. Kurz wollte ich …

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Briefe an meine erste Liebe 7

Vom Festhalten Nach deinem Abitur sahen wir uns lange nicht mehr. Du gingst nach Zürich zum Studium, ich blieb an Ort und Stelle. Das tat ich auch im übertragenen Sinn, denke ich. Für mich folgte eine Zeit der Suche und Selbstfindung. Ich suchte so vieles, fand aber nur weniges, auch mich selbst nicht. Du hattest …

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Es ist ein Pflänzlein zart, das in meinem Innern lebt Ein Blümchen, welches zaghaft nur erblüht Seiner Schlichtheit wegen abermals verkannt Wirst du es im Glanze andern Lichtes übersehn Im Schatten meines übrigen Ichs hält es sich still und mild zurück Doch selbst das zahmste allen Begehrens will befriedigt sein Dort wo dies Pflänzlein wächst …

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Briefe an meine erste Liebe 3

Im Schatten der Brücke Es muss im darauffolgenden Sommer gewesen sein, im Sommer 2000. Ich war fünfzehn. Es war warm. Zu der Zeit gingen wir oft spazieren. Altmodisch, nicht? Ja, so waren wir. Wir verbrachten viel Zeit miteinander, unterhielten uns stundenlang, sassen in Cafés oder gingen der Aareschlaufe entlang um die Berner Altstadt herum. Vielleicht …

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Briefe an meine erste Liebe 2

Stillstand Es war in einer kalten Winternacht, vermutlich kurz vor Weihnachten 1999. Der Schnee lag wie eine schwere Decke auf den Strassen. Spät abends sassen wir in Schönbühl am SBB Bahnhof und warteten, auf irgendetwas, auf einen Zug wahrscheinlich. Erinnerst du dich? Wie es dazu kam, dass wir dort sassen, nur wir beide, weiss ich …

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