So wie wir waren: noch einmal

“Ich glaube, wir werden niemals ein Paar,” sagst du.

Und doch mögen wir uns, denke ich.

“Vielleicht sitzen wir mit 50 noch hier.“

Kann sein, ja.

Du bist ein guter Mensch, weisst du.

So wie du warst.

Und auch so wie du jetzt bist.

 

“Hilf mir,” sagst du.

Ich will tun, was ich kann.

Es schmerzt mich, dich so zu sehen, weisst du.

Ich spüre ihn, deinen Leidensdruck.

Er wiegt so schwer.

Hab keine Angst.

Ich lass dir deinen Raum.

Trotzdem darfst du ihn haben, diesen Traum.

 

“Warum schaut einem niemand mehr in die Augen?” fragst du.

Das weiss ich nicht.

Aber wir können es tun.

Und wir sehen in einander das, was wir mal waren.

Ich vermisse dich, weisst du.

So wie du warst.

Und das Mädchen in mir, fehlt es dir auch, manchmal?

Es liebte dich sehr.

Damals, vor so vielen Jahren.

 

Es muss nicht mehr so sein.

Du warst nie mein und ich nie dein.

“Wenn die Gefühle noch da wären.”

Ja, was dann?

Wärst du dann mein und ich dann dein?

Sicherlich wäre das schön.

Ganz sicher sogar.

Nur stossen wir eben immer wieder an, an diesem „wenn“.

“Ich glaube, wir werden niemals ein Paar,” sagst du.

Und doch mögen wir uns, denke ich.

 


Mehr aus dieser Textreihe:

1) So wie wir waren

2) So wie wir waren: noch einmal nachgedacht

3) So wie wir waren: ein letztes Mal nachgedacht

5) So wie wir waren: frag mich

4 thoughts on “So wie wir waren: noch einmal

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