Schatten

Ja, ich weiss, es ist nicht leicht

Du fühlst dich manchmal leer und seicht

Und in der Dunkelheit dann diese Fratzen

Sie lachen und tuscheln, lassen deinen Mut wie einen Luftballon zerplatzen

Bleiche Gesichter mit grässlichen Mündern

Mit hässlichen Gesten suchen sie dein Ich zu plündern

Mit entsetzlichem Grinsen eilen sie herbei

Der Weg führt direkt an ihnen vorbei

Halt ihnen stand, weich bloss nicht aus

Mach dir nichts aus diesem Graus

Auch wenn ihr Zischen dich innerlich zerreisst

Wenn deine Angst dich fast entgleist

Hol deine Pfeile aus dem Köcher

Schau in ihre Augen, in diese schwarzen Löcher

Die dich anziehen und abstossen zugleich

Nicht wahr? Deine Knie werden weich

Setz an und spür die Sehne an deiner Wange

Nimm sie ins Ziel, sei nicht bange

Sie fürchten sich vor deiner Sicherheit

Verziehen sich von selbst in ihre eigene Gehässigkeit

Vielleicht greifen sie noch kurz nach dir

Bohren Finger in deine Arme, zwei, drei vier

Vielleicht kommen sie dir einmal noch ganz nah

Sei stark, sei einfach da

Schatten können dir nichts tun

In dir selber sollst du ruhn

Ja, ich weiss, es ist nicht leicht

Du fühlst dich manchmal leer und seicht

Sei’s drum, sei es wie es ist

Du bist nur du, wenn du du selber bist

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