Maid Marian

Ein ungestümer Wind küsst mein verlegenes Gesicht

Erzählt von deinen wild verwegnen Abenteuern mir

Mein eignes Ich verliert so langsam an Gewicht

Ich wünscht ich wär weit draussen, irgendwo bei dir

 

Ein Verbrecher, sagt man, und ein Tunichtgut

Doch meine unbescholtne Seele prescht hervor

Kosten will auch sie solch hemmungslosen Übermut

Deine unzählgen Laster, sie rufen mich im Chor

 

Schau, ich zittere wie welkes Espenlaub

Meine Tugend wagt kaum zu flüstern „halt!“

Denn nach und nach stellt mein Verstand sich taub

Deine Unbändigkeit raubt mir jeden Vorbehalt

 

Ein Halunke, sagt man, und ein Dieb

Doch ich kann mich dieses Bannes nicht erwehren

Ist es ein Fluch, ein Zauber oder ein gemeiner Trieb?

Mein Herz, es muss nach deiner Freiheit sich verzehren

2 thoughts on “Maid Marian

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