Spring break

Sei doch nicht so schüchtern

Was hast du denn zu fürchten?

 

Hör auf dich so zu zieren

Was hast du zu verlieren?

 

Stell dich nicht so an

Was hab ich dir getan?

 

Lass dich einfach von mir küssen

Was hab ich bloss zu büssen?

 

Ich weiss, du willst es auch

Komm her, es ist so Brauch

 

Dreh dich um und mach die Beine breit

Komm her, es ist soweit

 

Nun sei mal nicht so fromm

Sieh zu, dass ich schnellstmöglich komm

 

Jetzt zieh dich an und geh

Sieh zu, dass ich dich nie mehr wieder seh

***

 

Sei doch nicht so schüchtern

Was hast du denn zu fürchten?

 

4 thoughts on “Spring break

  1. Ein Like gibt’s für den, wie immer, sehr gut geschriebenen Text.

    Der Inhalt bzw das Thema bekommt natürlich kein Like.
    Das war nie OK, ist nicht OK und wird es auch nie sein.
    Das ist für mich eine Herausforderung als Elterteil, Kinder so zu erziehen, dass sie wissen und fühlen, dass so etwas nicht OK ist.
    Denn wie schnell ist man dann selbst an dem Punkt, dass man seinem Kind bspw. beim Essen sagt: Komm zier dich nicht so, das wird dir schon schmecken.
    Da mag es harmlos sein, weil man dem Kind zeigen will, dass es, blöd gesagt, mehr gibt als Pommes und Ketchup. Aber wo fängt man an, solche Denkmuster als OK zu verkaufen? Du willst es jetzt nicht, aber du wirst es schon mögen, wenn du erstmal kennst.
    Schwierig. Aber notwendig.

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    1. wie recht du hast! unsere kinder sollten möglichst früh lernen, dass sie auch nein sagen dürfen. das fängt ja schon mit den küsschen an, die viele kinder dem lieben onkel geben sollen, wenn sie zum geburtstag ein geschenk von ihm bekommen haben. seit wann ist küssen bitte schön ein zeichen von dankbarkeit, beziehungsweise nicht küssen ein zeichen von undankbarkeit? mein sohn muss jedenfalls niemandem ein küsschen geben, wenn er das nicht möchte, nicht einmal mama und papa. nein heisst auch in ganz jungen jahren schon nein.

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  2. Ja. Da war unser Kindergarten super. Die Leiterin war da schon sehr sensibilisiert und hat das immer wieder zum Thema gemacht.
    Aber es ist eine dünne Linie. Zum Handgeben animieren wir schon, denn das ist eine übliche, soziale Konvention. Kommt aber auch auf die Situation an. Letztlich muss man helfen, die Situation richtig einschätzen zu lernen.

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    1. Mir muss bewusst sein, dass ich mit Händeschütteln etwas kommuniziere. Kommunikation ist immer an Kontexte und kulturbedingte „Vokabeln“ gebunden. Gerade wenn zwei „Fremdsprachen“ aufeinander treffen wird es heikel. In einer Stadt hier in der Nähe ist eine Airbase, also viele Amerikaner. Die haben kulturell eine andere Vorstellung vom Höflichkeitsabstand (eine Armlänge) – eine Studie fand heraus, dass es dadurch gerade in der Flirtkommunikation missverständnisse gab. Dann die Irritation wenn der Flirtpartner „nein“ sagte. Das Recht auf Nein ist das Recht auf den Erhalt der Würde.

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