Die Liebe labeln?

Labels wollen greifbar und verständlich machen, was im Grunde genommen sehr komplex ist. Sie wollen vereinfachen. Dabei grenzen und schränken sie aber nur ein. Jede Beziehung zwischen zwei Menschen ist so einzigartig wie wir selbst es eben auch sind. Jedes Zusammentreffen zweier Individuen gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt. Warum sollte da ein bestimmtes Label passen?

„Es könnte doch so einfach sein,“ habe ich neulich zu jemandem gesagt. „Manchmal ist es das eben nicht,“ hat mir diese Person geantwortet und es damit auf den Punkt gebracht. Oft ist es eben nicht einfach. Menschliche Beziehungen sind nicht schwarz-weiss. Zwischen schwarz und weiss gibt es unzählige Grautöne. Und zwischen diesen Grautönen gibt es auch noch alle Farben des Regenbogens. Wie beim Regenbogen sind die Übergänge vom einen zum andern fliessend. Warum also bestimmen wollen was sich gar nicht genau bestimmen lässt? Warum nicht einfach annehmen was ist ohne es in ein bestimmtes Muster zwängen zu wollen?

13 thoughts on “Die Liebe labeln?

      1. Sowas versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden, weil es eben einfach so einschränkt und man sich dann auch schnell eingeengt fühlt. Ich habe das aber auch lernen müssen, weil ich auch lange in diesem Schwarz-Weiss Muster gefangen war.

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      2. Ja genau und sowas war bei uns auch eines der Hauptprobleme. Entweder oder. Dann war mir klar, dass es das nicht sein muss, für ihn aber anscheinend schon. Wohl eben, weil er auch in solchen Mustern gefangen war und dachte, es muss so (und muss für mich so).

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      3. Oh Mann, du sprichst mir aus der Seele! Genießen, das hab ich auch immer wieder gesagt, das war ein Schlagwort.
        Deshalb bin ich jetzt ja auch so sehr gekränkt, weil er das mit mir nicht konnte/wollte und sich mittlerweile verändert hat und das jetzt mit anderen kann. 😦

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  1. Schubladendenken macht es eben oft einfacher. Wenn man den Gegenüber labeln kann, kann man sich selbst gut fühlen, weil man den Anderen ja „verstanden“ hat. Und wenn der dann meine Vorurteile teilweise bestätigt, bestätigt er mich. Das ist so einfach, dass einem die zahlreichen Facetten im Gegenüber völlig abhanden kommen. Ich steh auch mehr auf die Grautöne 😉

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  2. Pingback: Der etwas andere Post – Härzenswort

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