Alte Traumgebilde

Manchmal geh ich noch umher

In den Ruinen alter Traumgebilde

Hie und da richte ich eine Säule wieder auf

Doch alleine sieht sie einsam aus

Nur wer weiss, was hier einst stand

Kann das Ganze noch erahnen

 

In luftleerem Raum fällt das Atmen schwer

Und doch, ich mag es gern, dies halb verschwundene Gefilde

Stoisch lass ich das Zerfallen nehmen seinen Lauf

Obgleich es zieht in meiner Brust, den Schmerz, den halt ich aus

Zwar hält er mich wach und zerrt an meiner Hand

Doch er will mich an einstige Freudenfeuer nur gemahnen

 

In stiller Andacht lass ich ihn gewähren, ohne Gegenwehr

Mein Ergeben lässt seine Bitternis mir scheinen süss und milde

So warte ich bis die Glut verglimmt und seh hinauf

In dunkle Nacht, das Wissen um Vergänglichkeit macht mir nichts aus

An diesem Ort hier spür ich noch, was sich dereinst aus meinen Armen wand

Erst wenn nichts mehr bleibt, will ich weiterziehen auf meinen Lebensbahnen

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